Über die Philosophie des Triathlons
Unter Triathlon (=griech. Dreikampf) versteht man einen Ausdauer-Mehrkampf bestehend aus Schwimmen, Radfahren und Laufen, wobei die drei Disziplinen hintereinander und ohne Unterbruch zu absolvieren sind. Ihren Ursprung hat der Triathlon seiner Legende nach auf Hawaii: 1977 diskutierten Angehörige einer dort stationierten US-Armee-Einheit am Biertisch darüber, welcher der drei auf der Hawaii-Insel Oahu jährlich stattfindenden Ausdauerwettkämpfe wohl der härteste sei – der Waikiki Rough Water Swim über 3.8 km, das Around Oahu Bike Race mit 180 km Länge oder der Honolulu Marathon über 42,195 km. Dabei entstand die Idee vom dreifachen Ausdauertest, nämlich alle drei Wettbewerbe an einem Tag hintereinander zu absolvieren.
Damit war die Idee des Hawaii Ironman Triathlons geboren. Nahmen bei der ersten Austragung gerade mal ein gutes Dutzend Wagemutige an dem Abenteuer teil, verbreitete sich die Kunde über die neue Herausforderung schnell einmal um die ganze Welt und begeisterte eine immer grössere Masse. Heute muss man sich auf höchstem Niveau für einen der begehrten Startplätze qualifizieren. So endet für manch einen der Traum von Hawaii bereits beim Qualifikationsrennen in Zürich, Frankfurt, Lanzarote, Kanada oder anderswo. Tröstlich, dass Triathlon mittlerweile eben nicht mehr nur auf Hawaii praktiziert wird, finden doch jedes Jahr rund um den Globus unzählige Wettkämpfe mit verschiedenen Distanzverhältnissen statt. Aus dem Umstand heraus, dass zwar viele Menschen gut Radfahren und Laufen können, aber nicht wenige beim Schwimmen so ihre Schwierigkeiten bekunden, hat sich Ende der 80er Jahre aus dem Triathlon der Duathlonsport entwickelt. Diese Art des Ausdauer-Mehrkampfes besteht aus Laufen, Radfahren und nochmals Laufen – eine Wettkampfform, die neben dem Triathlon jedoch eher ein Schattendasein fristet.
Die besondere Faszination des Triathlons besteht eben gerade in der herausfordernden Kombination von Schwimmen, Radfahren und Laufen – ob im nahtlosen Übergang während eines Wettkampfes oder im Training bei der Abstimmung der optimalen Umfänge und Intensitäten.Durch seine Vielseitigkeit lässt sich das Training äusserst abwechslungsreich und spannend gestalten. Zudem ist durch die verschiedenen Disziplinen eine bessere Anpassung der Einheiten an Wetter und Jahreszeiten möglich – gerade in unseren Breitengraden eine motivierende Aussicht auf ein regelmässiges Training: Wer nicht gerne bei Regen und Kälte draussen trainiert, der verlegt sein Training eben ins Hallenbad und zieht dort seine Längen...oder wer die Hitze des Sommers nur schlecht erträgt, der findet gegenüber dem Laufen eher Abkühlung durch den Fahrtwind auf dem Fahrrad...oder wer generell keine Lust zum Training verspürt, darf ruhig auch mal die Beine hochlagern, denn: Man kann nicht immer nur trainieren, der Körper braucht zwischendurch auch genügend Zeit zum Regenerieren...